2. Alte Grafikkarte ausbauen
Eine genaue Anleitung zum Öffnen ihres PCs finden Sie in der Rubrik
PC öffnen.
Ihre Grafikkarte identifizieren Sie am einfachsten, wenn Sie das Kabel von Monitor zu PC zurückverfolgen. Dort, wo es endet, sitzt die Grafikkarte.
Lösen Sie die Schraube, mit der die Karte am Gehäuse verschraubt ist.
Ziehen Sie die Karte gerade aus dem Slot heraus.
Manchmal zeigt sich die Elektronik recht widerspenstig. Ziehen Sie etwas stärker und bewegen Sie die Karte dabei leicht nach links und rechts.
3. Neue Karte einbauen
Genau in umgekehrter Reihenfolge bauen Sie die neue Karte ein.
Eine AGP-Karte wird in den passenden AGP-Steckplatz (meist braun,
etwa 80 mm lang) gesteckt, eine PCI-Grafikkarte in einen freien
PCI-Slot (weiß, etwa 90 mm lang).
Bei PCI-Karten ist es dabei egal, welchen Platz Sie wählen. Dieser
muss nur »Busmaster-fähig« sein. Das ist aber kein Problem:
Nur auf sehr frühen Pentium- und späten 486er-Hauptplatinen waren
nicht alle Slots für diesen Betrieb ausgelegt.
Normal nimmt man einfach den obersten Platz.
Legen Sie die Karte senkrecht am Slot an und drücken Sie sie mit
sanftem Druck in die Fassung. Eventuell geht es leichter, wenn Sie
die Karte leicht nach links oder rechts neigen.
Auch wenn manche Steckplätze sehr widerspenstig sind, wenden Sie
niemals Gewalt an! Kontrollieren Sie, ob sich das von Ihnen wegzeigende
Ende des Slotbleches der Grafikkarte verklemmt hat. Es muss genau
in eine dafür vorgesehene Öffnung rutschen.
Achten Sie besonders bei AGP-Karten auf guten Sitz. Die Kontakte
liegen hier noch enger beieinander, die Gefahr eines falschen Einbaus
ist größer.
Schrauben Sie die Karte wieder am Gehäuse fest.
Bei einigen modernen Grafikkarten muss noch ein Jumper für den Transfermodus
des AGP-Ports gesetzt werden.
Wählen Sie hier gemäß Handbuch den Modus aus, den auch ihre Hauptplatine
unterstützt (meist ist das 2X). Eine Übersicht, welche Chipsätze
AGP 4X unterstützen finden Sie im Bereich
Kaufberatung unter Hauptplatine.
4. PC einschalten, BIOS aufrufen
Moderne Hauptplatinen (Pentium III, Athlon) konfigurieren die Grafikkarte selbstständig.
Sie müssen nur noch die Treiber installieren (Schritt 5). Bei
älteren Mainboards (Pentium, Pentium II, K6) ist Handarbeit
angesagt:
Starten Sie den PC und rufen Sie das
BIOS auf. Alle Grafikkarten mit 3D-Funktionen (»3D-Beschleuniger«)
brauchen einen Interrupt (IRQ). Im Menü »PCI/Plug & Play Setup«
stellen Sie die Option »Assign IRQ to VGA« auf »enabled«.
In älteren BIOS-Versionen muss gegebenenfalls ein IRQ von Hand zugewiesen
werden. Stellen Sie dann unter »Slot X [Die Slots sind von
oben nach unten durchnummeriert] uses IRQ« einen Interrupt
für die Karte ein, zum Beispiel 11.
Bei einigen Mainboards werden IRQs über die Buchstaben A-D »gemappt«,
meist lässt sich der IRQ über eine Option wie »First available
IRQ« zuordnen.
Wenn Sie gar keine derartige Option finden, auch nicht unter »Integrated
Peripherals« oder »BIOS Features Setup« dann hilft
nur ein BIOS-Update.
Einige Karten kommen jedoch auch ohne IRQ aus, probieren Sie es
einfach!
5. Neue Treiber installieren
Beim nächsten Start wird Windows die neue Karte erkennen. Lesen
Sie bitte die Bedienungsanleitung zu ihrer Karte, jeder Hersteller
verwendet sein eigenes Installations-Schema. Manche haben Setup-Programme,
andere verlassen sich auf die Treibereinbindung über Windows.
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