2. Neues Laufwerk einstellen
Master und Slave konfigurieren
Ein IDE-System enthält in der Regel genau zwei Schnittstellen.
An jeder Schnittstelle (»Port«) können zwei Geräte (Festplatte,
CD-ROM, LS 120) angeschlossen werden, insgesamt also maximal vier
Geräte.
Der erste Anschluss wird als »primärer«, der zweite
als »sekundärer« Port bezeichnet.
Der Anschluss erfolgt über Flachbandkabel, die mit dem einen Ende
auf die Hauptplatine gesteckt werden, und mit dem anderen Ende die
IDE-Geräte verbinden.
Damit zwei Geräte an einem Anschluss funktionieren,
ist es nötig, das eine als »Master«, das andere
als »Slave« einzustellen.
Dafür gibt es auf IDE-Geräten Jumperfelder (Bild rechts). Durch
das Setzen der Steckbrücken (»Jumper«) legt man fest,
welche Rolle das Gerät einnehmen soll.
Folgende Abkürzungen werden verwendet: MA für Master, SL für Slave
und CS für Cable Select (Auswahl über Kabel, wird praktisch nie
benötigt). Wenn kein Jumper gesetzt wird, dann läuft das Gerät als
Single, also alleine an einem Port.
Generell wird bei zwei Geräten an einem Port immer das schnellere
Gerät als Master eingestellt, das ist im Normalfall die Festplatte.
Wenn nur zwei IDE-Geräte eingesetzt werden, ist es zweckmäßig, jedes
alleine an einem Port anzuschließen. Gerade bei älteren Hauptplatinen
(genauer: Controllern; etwa bis frühe Pentium) wird beim Betrieb
von zwei Geräten an einem Port das schnellere vom langsameren »ausgebremst«.
Solche älteren Controller können keine zwei verschiedenen Übertragungsarten
an einem Port verwalten.
Wenn ein Gerät alleine an einem Port betrieben wird, dann setzt
man in der Regel überhaupt keinen Jumper (selten wird das Gerät
als Master eingestellt); das Gerät ist also weder Master noch Slave,
sondern läuft Single. Ältere Festplatten haben noch einen
Jumper für den Single-Betrieb, der gegebenenfalls gesetzt werden
muss.
Die Festplatte, von der das System startet, muss immer die erste
(=Master oder Single) am primären Port sein. Jumpern Sie also das
CD-ROM-Laufwerk richtig (Normalerweise - bei Einsatz von nur einer
Festplatte - als Single am sekundären Port).
Übertragungsarten
Die Geschwindigkeit der Datenübertragung am IDE-Port wurde in
den letzten Jahren stetig optimiert; erster Schritt waren die PIO-Modi,
von 1 bis zuletzt 4 (je größer, desto schneller).
Später kam UltraDMA/33, dann DMA/66 letzter
Stand der Dinge ist ATA/100 oder UltraDMA/100.
ATA/66-fähige Geräte sollten an speziellen, blauen Flachbandkabel
angeschlossen werden.
Bei Problemen können Sie im BIOS
den Übertragungsmodus von Hand einstellen; die BIOS-Vorgabe AUTO
funktioniert aber normalerweise zuverlässig.
3. Einbau des Laufwerks
Schieben Sie das Laufwerk von außen in den freien Schacht. Ein
CD-ROM-Laufwerk erzeugt beachtliche Vibrationen, daher sollte es
mit mindesten vier Schrauben befestigt werden.
Dann schließen Sie die Kabel an. Das graue Flachbandkabel ist an
einer Seite rot, manchmal rosa markiert. Hier ist Pin 1. Auf der
Seite des Laufwerks befindet sich über dem Anschluss eine Skizze,
auf der ebenfalls Pin 1 vermerkt ist. Schließen Sie das Kabel so
an, dass Pin 1 des Kabels mit Pin 1 am Laufwerk verbunden ist (Bild
rechts).
Das andere Ende des Flachbandkabels wird an die Hauptplatine angeschlossen.
Wenn Sie das Bild rechts genau betrachten, erkennen Sie den Aufdruck
»IDE 2« und »IDE 1«
IDE 1 steht für den primären Port (hier hängt also immer die erste
Festplatte als Single), IDE 2 beherbergt den sekundären Port.
Auch auf der Hauptplatine findet sich nach kurzem Blick um den Port
eine winzige 1 oder wenigstens eine 40. An diese Zahl
wird dann je nach Beschriftung entweder das rot markierte Ende des
Flachbandkabels (Pin 1) oder eben das graue Ende (Pin 40) angelegt.
Bei einigen Platinen lässt sich das Kabel nicht falsch herum aufstecken.
Dann geben Sie dem Laufwerk Strom, der Stecker lässt sich nicht
falsch herum aufsetzen (Wie finde ich den Stecker? ->Grundlagen).
Wenn eine Soundkarte im Rechner vorhanden ist, kann das CD-Laufwerk
mit dieser verbunden werden. Das ermöglicht das Abspielen von Musik-CDs.
Die Verbindung erfolgt über ein kleines Kabel, das dem CD-ROM-Laufwerk
beiliegt. Stecken Sie es in die dafür vorgesehene Halterung, es
muss einrasten.
Auf der anderen Seite wird es auf die Soundkarte gesteckt. Im Bild
sehen Sie eine Soundkarte, die für vier verschiedene Kabel den jeweils
passenden Anschluss bereithält. Verbinden Sie das Kabel mit der
Soundkarte.
Fertig. Sie können die Kabel wieder an den PC anschließen. Beim
Einschalten wird das Laufwerk von aktuellen BIOS-Versionen erkannt
(»Secondary Master: TEAC 524-CDROM«).
4. Treiber installieren
Damit das neue Laufwerk auch unter DOS benutzt werden kann (immer
noch wichtig nach Neuinstallation), müssen die passenden Treiber
installiert werden. Starten Sie einfach das Installationsprogramm
von der mitgelieferten Diskette. Windows erkennt das Gerät
automatisch ohne spezielle Treiber.
Sollten Sie einen CD-Brenner eingebaut haben, müssen Sie unbedingt
ein passendes Brennprogramm (WinOnCD, Nero o.ä.) installieren.
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