Modem oder ISDN ?
Vor dem Spaß im Internet steht zunächst die Frage, mit welchem Verkehrsmittel
man die Informationslandschaft bereisen will. Diese Wahl hat nichts
mit dem PC zu tun, sondern hängt vom hauseigenen Telefonanschluss
ab:
Wer einen normalen Telefonanschluss hat, wählt normalerweise
die Modem-Lösung. Das heißt,
das Gerät wird wie ein Telefon an PC und Telefonnetz angeschlossen
und sorgt so für die Verbindung zum Internet.
Als zweite Möglichkeit, kann man sich per ISDN
ins Datennetz begeben. Die Geschwindigkeit beim »Surfen«
ist dann ein bisschen höher; das sollte aber nicht der einzige
Grund sein, aus dem man sich für diese Lösung entscheidet.
Vielmehr bietet ISDN einige Vorteile in der täglichen Telefonkorrespondenz:
| Merkmal |
DSL auf ISDN
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ISDN
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DSL auf T-Net
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T-Net (Basis)
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| max. Download |
768 KBit/s
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64 KBit/s
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768 KBit/s
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56 KBit/s
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| max. Upload |
128 KBit/s
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64 KBit/s
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128 KBit/s
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38 KBit/s
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Datenkompression |
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| Faxe senden und empfangen? |
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| Telefonieren und Surfen gleichzeitig ? |
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| Telefonkonferenzen, Anklopfen, Rückfragen? |
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![[nein]](../../_images/bad.gif) *
|
![[nein]](../../_images/bad.gif) *
|
| Anruf - Weiterleitung |
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| Anzahl Rufnummern |
3
|
3
|
1
|
1
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| Anzahl anschließbarer Geräte (Fax, AB, etc.) |
8
|
8
|
3
|
3
|
| Notwendig für den Internetzugang: |
Netzkarte, NTBBA
|
ISDN-Karte (ab 150 DM)
|
Netzkarte, NTBBA
|
Modem (ab 100 DM)
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| Grundgebühr pro Monat |
ISDN+ 14,89 DM
|
ab 44,89 DM
|
T-Net+ 29,89 DM
|
24,82 DM
|
| Flatrate |
ab 49 DM
|
-
|
ab 49 DM
|
-
|
|
*gegen Aufpreis möglich
Sinnvoll ist ein ISDN-Anschluss zum Beispiel für kleine Familien, da dann drei unterschiedliche Rufnummern vergeben werden können. Eine davon kann man zum Beispiel einem Fax zuordnen.
Im harten Preiskampf unter den Telefonanbietern gibt es immer wieder Sonderangebote der Telekom, die zum Beispiel eine ISDN-Anlage mit passender PC-Karte und die komplette Installation umfasst.
Ausgehend von dem hauseigenen Telefonanschluss (T-Net oder ISDN) kann
zusätzlich DSL (Digital Subscriber Line) benutzt werden. DSL ist also kein Telefonanschluss, sondern lediglich eine zusätzliche Leitung, die einzig und alleine zur Datenübertragung von und zum Internet dient.
Geschwindigkeit
Die effektive Übertragungs-Geschwindigkeit zum Internet wird in Bit oder Kilo-Bit pro Sekunde gemessen. Dabei gilt: Je mehr Daten pro Sekunde übertragen werden können, desto kürzer die Ladezeiten der Dateien oder Internet-Seiten, desto schneller und komfortabler also das »Surfen« im Internet.
Die schnellste Verbindung ist DSL, gefolgt von ISDN und dem normalen Telefonanschluss, dem T-Net.
DSL
DSL (auch: T-DSL) ist eine recht neue Technik und bislang nur in mittleren und großen Städten verbreitet. Nach Angaben der Telekom sollen bis Ende des Jahres 2001
rund 80 Prozent aller Haushalte an das DSL-Netz angeschlossen sein. Für etwa zehn Prozent der Bevölkerung wird es jedoch nie einen DSL-Anschluss geben. Wer weiter als vier Kilometer von seiner Vermittlungsstelle entfernt wohnt, hat Pech: Die Leitungen verlieren in diesem Fall zu viele Daten (Die Vermittlungsstelle liegt üblicherweise bei der nächsten Postfiliale).
Für den Geschwindigkeitsrausch im Internet sind mindestens zwei Geräte erforderlich: Ein Splitter und ein DSL-Moden, das so genannte NTBBA. Beide Geräte stellt die Telekom für die Dauer des Vertrages zur Verfügung. Das DSL-Modem wird als Teil eines Netzwerkes eingebunden. Wer kein Netzwerk betreibt, muss also noch eine Netzwerk-Karte dazu kaufen.
![[Tipp:]](../../_images/tip.gif) |
Wer im DSL-Gebiet wohnt, sollte wegen der rasanten Geschwindigkeit
auf jeden Fall via DSL ins Internet gehen. |
Allerdings gibt es - wie bei jeder neuen Technik - auch mit DSL noch einige Probleme. Wegen des großen Ansturmes hat die Telekom zurzeit massive Lieferprobleme, die erst Mitte 2001 beseitigt sein sollen. Vier Wochen Wartezeit sind an der Tagesordnung, meist werden Splitter und das DSL-Modem noch später geliefert.
DSL ist eine Art »Upgrade«-Option auf den vorhanden Telefonanschluss. Es ist daher möglich, auch über das antiquierte T-Net mit DSL im Internet zu surfen. Doch das macht wegen der aktuellen Preispolitik wenig Sinn: Der Aufpreis auf das T-Net beträgt rund 30 Mark, der Aufpreis bei einen ISDN-Anschluss nur knapp 15 Mark ! Mit anderen Worten: Wer DSL beantragt, bekommt ISDN praktisch umsonst.
ISDN
ISDN (»Integrated services digital network«) ist weniger
für das Internet interessant. Vielmehr bietet es erhebliche
Erleichterungen im Telefonalltag. Drei Rufnummern können frei
verteilt werden, zwei vollwertige Leitungen stehen zur Verfügung.
Wer im Internet surft, kann trotzdem nebenbei telefonieren.
Beide Leitungen lassen sich auch gleichzeitig für die Internet-Verbindung
nutzen. Mit Hilfe dieser Kanalbündelung erreicht man
die maximale ISDN-Übertragungsgeschwindigkeit von 128 KBit
pro Sekunde. Leider fallen dabei auch die doppelten Gebühren
an.
Viele ISDN-Vorteile liegen im Detail. Die Technik ist hochgradig
ausgereift. Der PC kann zum Beispiel als Anrufbeantworter und (vollwertiges)
Fax-Gerät eingerichtet werden.
Für den Internet-Zugang per ISDN wird eine ISDN-Karte benötigt.
Je nach Ausführung wird diese entweder in den PC eingebaut
oder per Kabel mit einem freien USB-Anschluss verbunden.
Modem
Die langsamste Variante, im Internet zu surfen, ist die Modem-Lösung.
Modems werden an Ihrer maximalen Übertragungsgeschwindigkeit in Kilobit gemessen.
Jede Investition in zusätzliche Geschwindigkeit zahlt sich über kurz oder lang
durch kürzere Onlinezeit aus.
Nach der maximalen
Übertragungsgeschwindigkeit teilt man Modems in zwei Klassen ein: Hier die alten, nicht mehr zeitgemäßen 33,6er - Modems (33.6 KBit/s), dort die aktuellen 56K-Modelle (56 KBit/s). Beide erreichen diese Spitzenwerte jedoch nur beim Empfang (»Download«) von Daten. Die Geschwindigkeit in umgekehrter Richtung (»Upload«) ist im Gegensatz zu ISDN geringer als die beim Download. Wer nicht gerade eine eigene Homepage betreibt, wird davon aber nichts merken, weil die meisten Daten ja vom Internet zum PC übertragen werden.
56K-Technik
In der Anfangszeit der 56K-Technologie gab es drei verschiedene Verfahren zur Übertragung der Daten:
Zum einen das eher seltene »X2«-System des Herstellers US Robotics, zum anderen das weiter verbreitete
»K56flex« von Rockwell.
Um beide Systeme miteinander verträglich zu machen, wurde 1998 ein dritter, einheitlicher Standard beschlossen, der sogenannte V.90-Standard. Mit diesem Standard kann nun jedes 56K-Modem problemlos per Software auch Daten mit einem Modem der jeweils anderen Technologie austauschen.
Der Standard wurde im Jahr 2000 aktualisiert. Der V.92-Standard erlaubt nun einen Upload von maximal 38 KBit pro Sekunde, V.90 ließ maximal 33.6 KBit zu. Die Download-Geschwindigkeit blieb unverändert bei maximal 56 KBit pro Sekunde.
Im Gegensatz
zu ISDN-Karten erreicht man mit Modems die maximale Übertragungsgeschwindigkeit nicht zwingend. Die Qualität der hauseigenen Telefonleitung bis zur Vermittlungsstelle der Telekom ist entscheidend für die effektive Surf-Geschwindigkeit im Internet.
Wer ein 56K-Modem besitzt, hat daher noch lange keine Garantie dafür, dass er tatsächlich 56 KBit erreicht.
![[Achtung!]](../../_images/achtung.gif) |
Die 56K-Technik
ist in höchstem Maße abhängig von der Verbindungsqualität
des Telefonanschlusses und reagiert äußerst sensibel
auf (alltägliche) Schwankungen der Signalintensität.
Vielfach werden deswegen nur Übertragungsraten bis zu 46.000bps
erreicht, im Einzelfall sogar nur 33.600bps, außerdem
kämpfen viele Anwender mit spontanen, nicht zu kontrollierenden
Verbindungsabbrüchen, die besonders bei größeren
Downloads sehr unangenehm sind. |
Es kann durchaus passieren, dass gerade Ihr Telefonanschluss nicht
mehr als beispielsweise 38 KBit zulässt. Verlässlich prüfen können
Sie Ihre Leitungsqualität nur, indem Sie sich ein 56K-Modem ausleihen und die
Verbindung vorher testen.
|