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Was vor fünf Jahren noch unmöglich schien, ist heute Realität: Mit einem modernen Drucker lassen sich am PC von aufwendigen Präsentationen über fotorealistische Bilder bis hin zu selbstentworfenen T-Shirts fast alle Ideen verwirklichen; vorausgesetzt, man besitzt einen Tintenkünstler - und keinen Tintenkleckser.

 


Auf dieser Seite:

Technik

Tintenstrahldrucker

Laserdrucker

Checkliste

Der Markt

Kommentar


 Welche Technik darf es sein?


Wenn heute über den Kauf eines neuen Druckers diskutiert wird, denkt man dabei fast zwangsläufig an Tintenstrahldrucker, die sich im Heimanwenderbereich aufgrund der großen Flexibilität und eines hohen Qualitätsniveaus durchgesetzt haben und sicherlich auch die allermeisten Anwender zufriedenstellen. Daneben gibt es aber auch noch Laser- und Nadeldrucker, die zwar oft übersehen werden, und dennoch manchmal wesentlich besser für die täglichen Aufgaben geeignet sind. Aber der Reihe nach:



Tintenstrahldrucker


Wie eben erwähnt, ist die hohe Flexibilität bei guter Qualität das wichtigste Kaufargument für Tintenstrahler.



Druckqualität


Ein Maß für die Druckqualität ist die Anzahl der druckbaren Punkte pro Zentimeter oder englisch pro Zoll. Eine Auflösung von mindestens 360 dpi (dots per inch; Punkte pro Zoll) bildet die Grundlage für anspruchsvolle Druckergebnisse. Vorsichtig lässt sich sagen: Je höher die physikalisch mögliche Auflösung des Druckers (z.B. 720x360 dpi), desto qualitativ hochwertiger das Ergebnis.

Neuere Tintenstrahler sollen laut Herstellerangaben mit Auflösungen bis zu 1440 dpi umgehen können; das ist - gelinde gesagt - leicht übertrieben. Denn noch ist es physikalisch nicht möglich, Tintenpunkte derart dicht nebeneinander zu spritzen. Auch wenn diese Geräte eine hervorragende Qualität bieten, arbeiten sie bestenfalls mit etwa 800 dpi.



Freud' und Leid mit Farbe


Egal ob selbst gestaltete Einladungskarte, interessante Internetseite oder originelles T-Shirt: Erst die Farbe verleiht der Kreativität den richtigen Ausdruck.
Der wird bei einfachen Druckern nach dem »subtraktiven Farbmodell« durch eine Mischung der drei Farben Cyan (bläulich), Magenta (rosa) und Gelb erzeugt. Auf diese Weise lassen sich nahezu alle in der Natur vorkommenden Farbtöne zusammen mischen - bis auf Schwarz.
Ein schwarzer Farbton wird wegen der Unreinheit der Farben bestenfalls dunkelgrau abgebildet. Bei den günstigsten Geräten (bis etwa 200 Mark) muss dann eine spezielle Schwarz-Tintenpatrone umständlich eingesetzt werden. Bessere (leider auch teurere, ab etwa 200 Mark) Drucker können zwei, eine Farb- und eine Schwarz-Patrone, gleichzeitig nebeneinander verwenden, was die Ausgabequalität wesentlich verbessert.

[Hinweis:]

Achten Sie darauf, dass Sie bei Ihrem Drucker Farb- und Schwarzweißpatrone gleichzeitig benutzen und separat wechseln können. Das spart Zeit und Geld.




Auf das Papier kommt es an


Relevant sollte das Druckergebnis auf Normalpapier sein; es hat keinen Sinn, wenn teures Spezialpapier (bis zu 150 Mark pro 100 Blatt) verwendet werden muss, damit der Ausdruck ansprechend und fotorealistisch wirkt. Üblicherweise sehen nämlich die im Geschäft so überzeugenden Demonstrationen auf einfachem Normalpapier daheim alt aus.

Auch das berüchtigte »Ausfransen« der Buchstaben auf Normalpapier durch verlaufende Tinte haben längst nicht alle Hersteller im Griff; lediglich die teureren HP-Drucker (ab etwa 600 Mark) verdienen das Prädikat »laserlike« wirklich. Wer bei einfacheren Tintenstrahlern Briefe in Top-Qualität ausdrucken will, muss teures Spezialpapier kaufen.

Viele Geräte können nur Papier bis zu einer Stärke von 90 Gramm/m² verwenden, damit kann also gerade noch normales DIN A4 Papier bearbeitet werden. Umschläge und Einladungskarten lassen sich mit solchen Modellen nicht bedrucken.

[Hinweis:]

Achten Sie außerdem auf die Möglichkeit, Etiketten und Briefumschläge drucken zu können




Unterhaltskosten


Wichtigster Punkt sind jedoch die Kosten nach der Anschaffung: Die Farb- bzw. Schwarzpatronen sind teilweise sehr teuer (bis zu 80 Mark) und preiswertere Nachfüllsets von Drittanbietern nicht für alle Druckertypen erhältlich. Unterschätzen Sie die Tintenkosten nicht! Die Druckerhersteller verdienen heute nicht mehr am eigentlichen Verkauf der Geräte, sondern vor allem an den Unterhaltskosten und den Verbrauchsmaterialien. Es ist keine Seltenheit, dass Tintenstrahldrucker bei normaler Nutzung alle drei Wochen eine neue Tintenpatrone brauchen.



Leider ist es fast unmöglich, den effektiven Tintenverbrauch eines Druckers zu messen. Manche sind laut Datenblatt des Herstellers sehr sparsam - weil sie im unsauberen Entwurf-Modus gemessen wurden, andere verbrauchen scheinbar sehr viel Tinte, weil sie in bester Qualität zum Vergleich angetreten sind. Da alle Drucker unter dem Strich in etwa gleich viel Tinte verbrauchen (ein Buchstabe ist ein Buchstabe - für jeden Drucker), hängt die Effizienz letztendlich von der (willkürlichen) Preisgestaltung des Herstellers für seine Tintenpatronen ab. Und deswegen ist es so wichtig, dass Konkurrenz in Form von Drittanbietern da ist.



Oft befinden sich die drei Farben Cyan, Magenta und Gelb zusammen und fest verschlossen in einem Tintentank. Das ist ungünstig, da die Patrone bei der ersten leeren Farbe gewechselt werden muß, auch dann, wenn die anderen Farben noch fast voll sind. Sehr gute Geräte beherbergen die Grundfarben in separaten Behältern und helfen damit, die Folgekosten zu reduzieren.

Bei den meisten Modellen gehören auch die Druckköpfe in die Kategorie Verbrauchsmaterialien. Canon spezifiziert die Lebensdauer für einen solchen Kopf zum Beispiel nur mit einem halben Jahr. Dann ist ein circa 100 DM teurer Wechsel fällig. Epson dagegen geht einen anderen Weg und integriert bei seinen neueren Produkten »lebenslange« Druckköpfe. Von HP war keine Stellungnahme zu erhalten.

Alle Hersteller bieten zur Optimierung der Ausdrucksqualität spezielle Fototinte, spezielle Druckköpfe oder spezielles Fotopapier an. Kalkulieren Sie diese Kosten mit ein.

[Achtung!]

Informieren Sie sich vor dem Kauf nach den Kosten für Tintenpatronen, Druckköpfen, Nachfüllsets und Spezialpapier.

Schließlich sollte auch der Stromverbrauch, vor allem im Stand by-Modus, nicht unterschätzt werden. So gesehen ist ein um 30 Mark günstigerer Anschaffungspreis schnell relativiert.

 


Ausfransen


Das ist ein Probeausdruck eines Laserdruckers. Gestochen scharfe Konturen der Buchstaben garantieren sauberste Druckergebnisse



Hier das Ergebnis eines Mittelklasse-Tintenstrahlers. Deutlich zu sehen ist das Ausfransen der Buchstaben, besonders bei der Linie unten.

Druckkopf

Bei Tintenstrahldruckern wird in Tanks oder Patronen gelagerte Tinte durch viele kleine Düsen auf das Papier gespritzt. Diese Düsenmechanik befindet sich auf dem Druckkopf, der bei allen modernen Druckern problemlos gewechselt werden kann. Zur Optimierung des Ausdrucks sind dann spezielle Druckköpfe z.B. für Fotodrucke oder Schwarz-Weiß-Drucke erhältlich.







druckkopf

Im Bild ein schematisierter Druckkopf. Dieser hier kann zwei Tintentanks (Farbe und Schwarzweiß) aufnehmen. Die Patronen werden separat gewechselt.






Laserdrucker


Laserdrucker waren bis vor kurzem nur Profianwendern vorbehalten, die auf absolut perfekte Druckqualtität und höchstmögliche Geschwindigkeit angewiesen sind. Während normale Laserdrucker, die nur Schwarzweiß drucken können, noch relativ preiswert zu haben waren, lagen die Kosten für Farblaserdrucker in astronomischen Höhen (über 10.000 Mark).

Konstruktionsbedingt sind dabei in beiden Fällen einige Unterschiede zu den mit Tinte arbeitenden Kollegen auszumachen:

  • Die verwendete Auflösung ist wesentlich höher, meist beträgt sie 600x600 dpi, manchmal 1200x600 dpi oder höher, mithin ist die Qualität besser

  • Laserdrucker garantieren unabhängig vom verwendeten Papier eine gleichbleibend hohe Qualität 

  • Die Verwendung von speziellem Tonerpulver sorgt für sehr niedrige Unterhaltskosten

  • Text- und Grafiken werden wesentlich schneller ausgedruckt 

  • Leider fallen die Geräte durch die komplexere Technik sehr sperrig aus und passen daher nicht mehr auf kleine Schreibtische.

Langsam aber sicher kommt eine Lawine auf dem Markt der Laserdrucker ins Rollen; Einfachste Schwarzweiß-Laserdrucker sind neuerdings schon ab 400 Mark, bessere Modelle ab 600 Mark zu haben und werden somit auch für den Heimanwenderbereich interessant. Bei diesem Preiskampf müssen jedoch (noch) einige Nachteile in Kauf genommen werden

[Achtung!]

Viele Laserdrucke werden mit minderwertigen Treibern ausgeliefert, die Probleme bei der Installation und beim Ausdruck verursachen können.

Es lohnt sich daher, vor dem Kauf die Internet-Adressen einiger Firmen auf die Regelmäßigkeit von Treiber-Updates zu überpüfen und gegebenenfalls einen Blick auf die »Häufig gestellten Fragen« (engl.: FAQ) zu werfen.
Wenn Sie also großen Wert auf ausgezeichnete Druckqualität legen und dabei auf Farben verzichten können, dann wird sich bei häufigem Einsatz der höhere Anschaffungspreis für einen Laserdrucker sehr schnell amortisieren.
Sogar Farblaserdrucker werden zunehmend günstiger; erste Modelle unter 3.000 Mark sind bereits im Handel.



Und sonst ?


 Treiber


Wenn Sie nicht Windows 9x als Betriebssystem benutzen, achten Sie auf passende Treiber. Schon für Windows NT gibt es für die Hälfte aller Drucker keine speziellen Treiber. Diese speziellen Treiber sind notwendig, um auch wirklich alle Funktionen des Gerätes wie zum Beispiel Skalierung oder Farbabgleich nutzen zu können.
Wenn im Betriebssystem nicht einmal universelle Treiber enthalten sind, können Sie den Drucker überhaupt nicht benutzen! Noch eklatanter ist der Treibermangel bei OS/2 oder Linux;

[Hinweis:]

Überzeugen Sie sich von der Verfügbarkeit passender Treiber, falls Sie nicht (nur) Windows 95/98 benutzen




 Zubehör


Bei sehr billigen Druckern wird an allem gespart, was irgendwie entbehrt werden kann:

[Achtung!]

Achten Sie beim Kauf darauf, dass wichtige Zubehörteile wie ein Papiersammelfach, ein Druckkopf oder das Druckerkabel verfügbar sind.

Häufig ist zum Beispiel folgender Fall anzutreffen: Produkt A des Herstellers A ist um genau 40 Mark günstiger als das vergleichbare Produkt B des Herstellers B. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, das bei Modell A (im Gegensatz zu Modell B) kein Druckkopf im Lieferumfang enthalten ist. Dieser Druckkopf kostet zusätzlich noch - Sie haben es sicher erraten - 40 Mark !



 Schnittstelle


Die meisten Drucker werden immer noch mit nur einem Anschluss, und zwar für den Parallelport, ausgeliefert. Bei Einsatz eines Scanners oder eines ZIP-Laufwerkes, die ebenfalls meist an diesem Port angeschlossen werden, kann es dabei Probleme geben (siehe Scanner).
Um eventuell auftretenden Problemen aus dem Weg zu gehen, kann man eines der beiden Geräte (Drucker oder Scanner) in USB-Ausführung kaufen.



Checkliste


  • naturgetreue Farbwiedergabe

  • klarer, scharfer, nicht ausgefranster Textausdruck auch auf Normalpapier

  • geringe Unterhaltskosten

  • Verfügbarkeit von passenden Treibern

  • Verfügbarkeit von wichtigem Zubehör wie Papiersammelfach, Druckköpfen, Nachfüllsysteme, etc.

  • Verfügbarkeit von Nachfülltinte alternativer Hersteller

  • eventuell USB-Anschluss bei Einsatz eines Scanners



Der Markt


Durch die Etablierung flexibler Tintenstrahldrucker auf dem Heimanwendermarkt ist ein erbitterter Preiskampf unter den Herstellern im Gange. Verdient wird insbesondere im untersten Marktsegment nicht mehr an dem Verkauf der Geräte, sondern nur noch an den laufenden Kosten.
Tintenstrahldrucker haben den Punkt der maximal erreichbaren Druckqualität fast erreicht. Nur in Details wird noch nachgebessert.

Stattdessen gerät der Markt für Laserdrucker in Bewegung: Deutliche Preissenkungen im ersten Halbjahr sowohl für S/W als auch Farblaser künden von einem neuen Trend: Der Markt der Heimanwender soll erschlossen werden, mit weiteren Preissenkungen kann gerechnet werden.



Kommentar und Kauftipps


Lassen Sie sich nicht von einem eindrucksvollen Vorführausdruck täuschen. Fragen Sie nach dem verwendeten Papier! Erst wenn die Druckqualität - besonders beim Textdruck - auf Normalpapier bestätigt werden kann, können Sie davon ausgehen, einen guten Drucker gefunden zu haben. Lassen Sie sich einen Probeausdruck in normaler Qualität (bei den meisten Druckern einstellbar) zeigen, um die Stärke des Ausfransens beurteilen zu können.

Überschlagen Sie unbedingt die Unterhaltskosten! Ein Sonderangebot ist keines, wenn eine Ersatzpatrone mit 100 Mark zu Buche schlägt. Prüfen Sie, ob für Ihren Drucker günstige Nachfüllsysteme von anderen Herstellern (zum Beispiel Pelikan, Boeder) erhältlich sind. Entgegen anderslautender Aussagen der Hersteller können solche Ersatztinten gefahrlos verwendet werden.

Geben Sie nicht zuviel für einen Tintenstrahldrucker aus, moderne Geräte sind nicht für Reparaturen vorgesehen. So kann es passieren, dass Sie wegen einer defekten Feder für fünf Pfennig einen neuen Drucker kaufen müssen, weil es kein passendes Ersatzteil gibt.
Prüfen Sie außerdem, ob nicht vielleicht ein Laserdrucker für Sie die bessere Lösung ist (siehe oben: Laserdrucker).

Bei der Auswahl eines bestimmten Gerätes sollten Sie Ihre persönlichen Druck-Prioritäten festlegen. Wer größten Wert auf sauberen Textdruck legt, dabei aber auf Farbe nicht verzichten will, greift am besten zu einem HP-Drucker der gehobenen Preisklasse (880C/895/970).
Bessere Canon-Drucker (6100/7000) gelten als sehr sparsam, weil sie die Grundfarben in separaten Behältern lagern. Die Druckqualität dieser Geräte ist solide und ausgewogen.
Den besten Fotodruck erzeugen Epson-Geräte (860/900). Wer hier Geld investiert, kann mit speziellem Fotopapier Bilder in der Qualität eines Fotolabors drucken.

Und noch ein Tipp: Packen Sie beim Kauf gleich eine Ersatz-Tintenpatrone mit ein; viele Drucker werden mit nur halb vollen Tintentanks ausgeliefert, die nach ein paar Ausdrucken leer sind.



PC-Tipps empfiehlt


Tintenstrahl-Drucker

Modell

Preis

Grund

HP Deskjet 880/895 C

400/550 Mark

sehr guter Textdruck, guter Fotodruck

Canon BJC-3000/6100

250/350 Mark

sehr sparsamer Drucker

Epson Stylus Color 900

800 Mark

bester Fotodruck, guter Textdruck, aber sehr teuer





Laserdrucker

Modell

Preis

Grund

OKI 8w

450 Mark

der schnellste Laserdrucker

Minolta Pagepro 8L

550 Mark

der sparsamste Drucker

NEC 870

700 Mark

druckt die beste Qualität





Erfahrungen mit Druckern bei  dooyoo.de


USB

Diese Schnittstelle ist ein relativ neues Bindeglied zwischen PC und externen Geräten. Moderne Drucker, Scanner, Modems, aber auch Mäuse oder ISDN-Karten, werden schon in USB-Ausführung verkauft.
Allerdings funktionieren diese Geräte nur mit Windows 98 wirklich fehlerfrei; unter Windows 95 gibt es - trotz eines speziellen Updates - häufig Probleme.














21.05.2001 * © 1998-2001 Christian Gögelein * Homepage: http://www.pc-tipps.de * Kontakt: webmaster@pc-tips.de

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