Geschwindigkeit
Zunächst einmal sei geklärt,
woher Bezeichnungen wie »24-fach« oder »32-fach« kommen. Noch immer glauben
viele PC-Neulinge bei dem Erwerb eines solchen Gerätes, 24 oder 32
CDs gleichzeitig abspielen zu können!
In der Vergangenheit konnten
die ersten CD-ROM-Laufwerke die auf den silbernen Scheiben gespeicherten
Daten mit einer Geschwindigkeit von etwa 150 KB/s (Kilobyte
pro Sekunde) lesen. Bald kamen verbesserte Nachfolger mit einer Transferrate
von immerhin 300 KB/s auf den Markt; dies entspricht genau der doppelten,
oder eben zweifachen Geschwindigkeit. Das Schema wurde bis in die heutige
Zeit beibehalten, in der dann ein 40-fach-Laufwerk zumindest rechnerisch
40x150 KB = 5,9 MB/s übertragen kann.
Sechs Megabyte pro Sekunde: Tolle
Technik oder plumper Werbegag?
So schön die Versprechungen
der Hersteller auch klingen mögen, die effektive Geschwindigkeit wird
durch viele verschiedene Faktoren bestimmt.
Ein CD-ROM-Laufwerk erreicht
seinen maximalen Datendurchsatz nur beim Lesen der äußersten
Spuren
einer CD. Hier ist der Umfang der Spur am größten, also
befinden sich dort die meisten Daten pro Spur.
Leider werden CDs aber von
innen nach außen bespielt und gelesen. Folge: Wenn eine CD nur
halb bespielt ist, bleiben die äußersten Spuren leer, von der
40-fachen
Höchstgeschschwindigkeit bleibt nur ein kleiner Teil übrig!
Heutige Programme benutzen oft
unzählig viele, kleine Dateien, die auf den Datenträgern (Festplatte,
CD-ROM, etc.) wahllos verstreut sind. Beim
Lesen mehrerer Dateien muss das CD-ROM-Laufwerk nun jedesmal die passenden
Daten suchen und seinen Lesekopf entsprechend positionieren. Hierbei verstreicht
je nach Modell eine unterschiedliche Zeitspanne - die sogenannte Zugriffszeit.
Übliche Zugriffszeiten liegen bei etwa 100 Millisekunden (ms), je
weniger, desto besser.
![[Hinweis]](../../_images/tip.gif) |
CD-ROM-Laufwerke
erreichen also die angegebene theoretische Höchstgeschwindigkeit
nur sehr selten. |
Fehlerkorrektur
Eine weitere Bremse in der Datenübertragungskette ist die Fehlerkorrektur.
Jede CD enthält kleinere Fehler (Kratzer, etc.), die beim Lesen
korrigiert werden müssen. Die Korrektur besteht darin, dass ein
bestimmter Bereich der fehlerhaften Stelle auf der CD nocheinmal
mit langsamerer Geschwindigkeit eingelesen wird.
Die Leistung bei der Korrektur von Fehlern ist also wesentlich wichtiger
als die reine Höchstgeschwindigkeit. Was nutzt ein superschnelles
Gerät, wenn wegen einer schwachen Fehlerkorrektur schmutzige oder
verkratzte CDs nicht mehr gelesen werden können?
DVD
Schon steht eine neue Technologie in den Startlöchern, um die CD-ROM abzulösen:
Die DVD.
Aus unterschiedlichen Gründen konnte die DVD bislang aber nicht
den Siegeszug ihrer Schwester wiederholen:
Geräte der ersten Generation können wohlwollend nur als Prototypen
bezeichnet werden. Diese waren sündhaft teuer, furchtbar langsam
und konnten nicht einmal selbstgebrannte CD-ROMs lesen.
Mittlerweile sind zwar die Mankos behoben und DVD-Laufwerke der
zweiten Generation im Handel verbreitet, geblieben ist aber eine
Unzahl von zueinander inkompatiblen Formaten, die beim Verbraucher
Verwirrung und Skepsis ausgelöst haben.
Zudem ist für die Anwender heute kaum eine Notwendigkeit erkennbar,
auf den DVD-Zug aufzuspringen: Einerseits gibt es nur wenige Programme,
die eine solch riesige Datenmenge erfordern und andererseits ist
das Brennen von CDs so einfach und günstig geworden, dass die immens
hohen Preise für DVD-Brenner nicht gerechtfertigt scheinen. Dennoch
verbreitet sich die DVD mittlerweile recht schnell. Die Preise für
DVD-Laufwerke werden immer günstiger.
DVD-Formate
| Bezeichnung |
Kapazität |
Technik |
| DVD-ROM |
4,7
GB |
"normale"
DVD; wie die CD einseitig beschrieben, soll sie zum neuen Standarddatenträger
werden |
| beidseitige
DVD-ROM (in der Entwicklung) |
ca.
9 GB |
beidseitige
DVD; soll die doppelte Kapazität einer normalen DVD bereithalten und
wird wie eine Schallplatte einfach umgedreht |
| beidseitige,
zweischichtige DVD-ROM (geplant) |
ca.
17 GB |
Weiterentwicklung
der beidseitigen DVD. Durch doppelt nutzbare Schichten auf jeder Seite
wird auch die Kapazität erhöht |
|
Aktuelle DVD-Geräte können alle drei Formate lesen und sind
außerdem abwärtskompatibel. Das heißt, ältere CD-ROMs, Audio- und
selbstgebrannte CDs können weiter benutzt werden.
Natürlich kann man wie bei der bewährten CD-ROM auch DVDs selber
brennen. Hier kämpfen vier unterschiedliche Technologien um die
Vorherrschaft:
| Bezeichnung |
Kapazität |
Technik |
| DVD-RAM |
5,2
GB |
Norm
eines Herstellerkonsortiums angeführt von Hitachi, Panasonic und Toshiba.
DVD-RAMs können nur von passenden DVD-RAM-Laufwerken gelesen werden.
Erste Vorserienmodelle waren auf der CEBIT 1998 zu sehen. |
| DVD
+RW |
6,2
GB |
(gelegentlich
auch PC +RW) DVD-Format entwickelt von Sony, Philips und anderen. DVD +RWs
können auch von normalen DVD-Laufwerken gelesen werden. |
| DVD-R/W |
7,8
GB |
Um
diese im Alleingang von Pioneer entwickelte Technik ist es still geworden;
möglicherweise wurde die Entwicklung eingestellt. |
| DVD-MMVF |
10,4
GB |
Dieses
Format wird von NEC entwickelt; es liegen ebenfalls kaum Informationen
vor. |
|
Zumindest der Kauf eines DVD-Brenners ist also noch mit vielen Unwägbarkeiten
verbunden. Bis zur Einigung der Hersteller auf eine einheitliche Norm kann
es noch Monate, ja sogar Jahre dauern. Hinzu kommt, dass das Preisniveau
sehr hoch ist (um 1.000 Mark für erste Brenner).
Neue DVD-Laufwerke lesen heutige
CD-ROMs mit etwa 20-facher Geschwindigkeit (ca. 2-3 MB/sek.) und können natürlich
auch Musik-CDs abspielen. Die Zugriffszeiten sind allerdings
etwas höher.
Und sonst ?
Ein neues CD-ROM-/DVD-Laufwerk auch selbst gebrannte CDs beider
Formate (CD-R und CD-RW) lesen können. Einige Geräte sind dafür
nicht vorgesehen!
Übrigens werden selbst gebrannte
CDs wesentlich langsamer eingelesen als normale!
Checkliste
- sehr zuverlässige
Fehlerkorrektur
- mind. 32-fache,
besser 40-fache Geschwindigkeit
- Zugriffszeit um
100ms, je weniger desto besser
Kommentar und Kauftipps
Beim Kauf eines CD-ROM-Laufwerks kann man sehr wenig falsch machen. Wichtig
ist vor allem eine gute Fehlerkorrektur, damit das Gerät die Datenträger
auch nach ein paar Monaten noch einwandfrei lesen kann. Für eine
besonders gute Fehlerkorrektur sind Cyberdrive, Pioneer, TEAC, Toshiba
und Lite-On-Fabrikate bekannt. Als besonders fehleranfällig haben
sich einige Mitsumi-Laufwerke erwiesen.
Eher unwichtig ist die maximale Übertragungsgeschwindigkeit. Die
Geräte unterscheiden sich kaum, und von ein paar Kilobyte mehr oder
weniger merkt man meistens sowieso nichts.
Häufig findet man drastisch preisreduzierte Modelle, die zwar nicht
mehr brandaktuell sind (im Moment überwiegend 32-fach oder 40-fach-
Laufwerke), dafür aber schon ab 80 Mark verkauft werden. Dabei kann
manch gutes Geschäft gemacht werden.
Zum Brennen von Musik-CDs sollte neben einem »DAO«-fähigen
Brenner
ein modernes CD-ROM-Laufwerk mit guter Fehlerkorrektur und mindestens
24-facher Geschwindigkeit im System installiert sein.
Zu DVD-Brennern kann im Moment nur bedingt geraten werden. Zu wenig
absehbar ist die weitere technische Entwicklung. Hier ist es sinnvoll
zu warten, bis ein einheitlicher Standard gefunden wurde und endlich
auch die Preise attraktiver werden.
PC-Tipps empfiehlt
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CD-ROM-Laufwerke
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Modell |
Preis |
Grund |
jedes Lite On-Laufwerk |
80 bis 140 DM |
die ausgewogensten Geräte |
|
jedes TEAC/Toshiba-Laufwerk |
80 bis 140 DM |
beste Fehlerkorrektur |
jedes Asus-Laufwerk |
80 bis 140 DM |
die schnellsten Laufwerke |
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Erfahrungen mit DVD-Laufwerken bei dooyoo.de
Erfahrungen mit CD-ROM-Laufwerken bei dooyoo.de
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