Vorüberlegungen
Damit der neue Brenner reibungslos funktioniert, sollte der PC ein großes Gehäuse (Midi- oder Big-Tower) und ein leistungsfähiges Netzteil (mindestens 300 Watt) besitzen. Durch den Laserstrahl des CD-Brenners entsteht eine beträchtliche Hitze, die PCs mit kleinem Gehäuse oder übertakteten Prozessoren schnell überlastet.
Vor dem Kauf muss zunächst die Frage der Schnittstelle geklärt werden. Ein CD-Brenner könnte ein guter Grund sein, auf SCSI umzusteigen.
Schnittstelle
Einen CD-Brenner kann man wie alle anderen Laufwerke (CD, DVD,
Festplatte) für zwei unterschiedliche Systeme kaufen: für den IDE-Bus
oder als SCSI-Gerät. Worin sich die Systeme unterscheiden,
entnehmen Sie bitte der SCSI-Seite.
Betrachtet man nur die Anschaffung eines Brenners, haben die Systeme dabei folgende Vor- und Nachteile:
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Vorteile |
Nachteile |
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SCSI
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- Brenner kann in externem Gehäuse untergebracht werden (weniger Hitze im PC)
- problemlose Integration auch bei PCs mit vielen Komponenten
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- teuer (ab 500 Mark)
- evtl. zusätzliche SCSI-Karte notwendig
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IDE
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- günstige Anschaffung (ab 300 Mark)
- relativ einfacher Einbau
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- IDE-Bus kann nur vier Geräte verwalten
- enorme Hitzeentwicklung im PC
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Der größte Nachteil beim Kauf eines CD-Brenners für den IDE-Bus ist die Beschränkung des Systems auf maximal vier Geräte. Wer zum Beispiel zwei Festplatten und ein CD-ROM-Laufwerk besitzt, kann zwar noch einen Brenner anschließen. Doch spätestens beim Kauf eines internen ZIP- oder LS120-Laufwerkes ist endgültig Schluss.
Dann hilft nur noch ein SCSI-System oder eine Hauptplatine mit zusätzlichen IDE-Controllern weiter.
Geschwindigkeit
Das wichtigste Werbe-Argument der Hersteller ist die Geschwindigkeit, mit der die CDs maximal gebrannt werden können. Es gelten die selben Einheiten wie bei CD-ROM-Laufwerken (4-fach=600 Kilobyte/Sekunde).
Eine Angabe wie 8x/4x/4x bedeutet: Dieser Brenner liest normale CDs mit achtfacher Geschwindigkeit. Er brennt einfache Rohlinge ebenso mit vierfacher Geschwindigkeit wie wiederbeschreibbare Rohlinge.
Die Geschwindigkeit sollte nicht unterschätzt werden. Mit einem 4x-Brenner dauert es etwa 20 Minuten bis eine CD geschrieben ist, mit einem 8x-Brenner nur etwa zehn Minuten. Wer häufig brennt, sollte hier ein paar Mark mehr in ein schnelles Gerät investieren.
Leider erreichen CD-Brenner beim reinen Lesen von CDs nicht die Leistungswerte normaler CD-ROM-Laufwerke. Die Lesegeschwindigkeit ist nur etwa halb so schnell, die Zugriffszeit bis zu vier Mal so lang, die Fehlerkorrektur schlechter. Es ist auch aus diesem Grund nicht zweckmäßig, ein vorhandenes CD-ROM-Laufwerk durch den Brenner zu ersetzen.
Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Ihre Festplatte den Anforderungen
gewachsen ist (mehr unter: Festplatte).
Sie sollte schnell sein, das heißt mindestens DMA unterstützen,
und mindestens 750 Megabyte freien Speicher haben, da manche CDs
voher als »Abbild« vor dem Brennvorgang auf Festplatte
gespiegelt werden müssen.
Formate
Dateien oder Musikstücke können auf verschiedene CD-Rohlinge gebrannt werden. Im Einzelnen unterscheidet man folgende Medien.
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Bezeichnung |
Kapazität |
Verfahren |
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CD-R |
650 MB/ 74 Minuten |
(ca. zwei Mark) normaler CD-Rohling. Nur einmal beschreibbar; tritt während
dem Brennvorgang ein Fehler auf, ist der Rohling »verschossen«, also reif
für den Sondermüll |
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CD-R 80 |
700 MB/ 80 Minuten |
(ca. drei Mark) Rohling mit Überkapazität, wird für die 1:1-Kopie einiger Daten-CDs benötigt |
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CD-RW |
650 MB/ 74 Minuten |
(ca. 5 bis 20 Mark) bis zu 1000
Mal wiederbeschreibbarer Rohling, kann wie eine Diskette
neu formatiert werden |
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Noch immer werden CD-Brenner verkauft, die nicht mit jedem Format umgehen können.
![[Hinweis]](../../_images/tip.gif) |
Achten Sie darauf,
dass der Brenner sowohl CD-Rs mit Überlänge als auch CD-RWs
lesen und beschreiben kann |
Brennsoftware
CD-Brenner haben die anfänglichen
Probleme überwunden und sind heute ausgereifte und nützliche
Zusatzgeräte. Wenn etwas nicht klappt, dann liegt das meistens an der Brennsoftware.
Während die Hersteller in Anzeigen mit der Geschwindigkeit ihrer Brenner protzen, ist die Qualität der mitgelieferten Brennsoftware für den Anwender wesentlich wichtiger. Sie entscheidet darüber, wie gut die Fähigkeiten des Gerätes ausgenutzt werden.
Das ist besonders für Musik-CDs bedeutend, denn Brenner und Software sollten sowohl das mp3-Format als auch das Disk-at-once-Verfahren beherrschen, dazu jedoch später mehr.
Sie erhalten keineswegs ein auf Ihren Recorder zugeschnittenes Programm, sondern eine allgemeine Brennsoftware. Der CD-Brenner verhält sich im System genau wie ein einfaches CD-ROM-Laufwerk; erst beim Start der Brennsoftware wird das Gerät aktiviert. Wenn Ihr Brennprogramm schon etwas älter ist, dann kennt sie möglicherweise den Brenner noch nicht - das Gerät kann dann nicht benutzt werden.
Hier eine kurze Übersicht der Programme, die am häufigsten beigepackt werden:
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Software |
positiv |
negativ |
Bewertung |
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Win on CD |
beherrscht alle wichtigen (Audio-)Funktionen, viele Formate, sehr ausgereift |
in einigen Versionen instabil |
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Nero |
einfache Bedienung, Backup-Assistent, gute Audio-Funktionen |
umständliches Drag 'n' drop, langsam |
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Easy CD Creator |
einfache Bedienung |
kein mp3, langsam, viele kleinere Mängel |
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CDR Win |
viele Optionen |
schlechte Bedienung, umständlich |
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Eine gute Brenn-Software beherrscht zum Beispiel die vier wichtigsten Datenformate, mit denen eine CD erstellt werden kann. Das sind ISO 9660, Joliet, HFS und das neue UDF.
Das ISO 9660-Format ist das älteste, funktioniert aber unter allen Betriebssystemen (Windows, Mac, Linux, OS/2) gleichermaßen. Leider können Dateinamen nur acht Zeichen lang sein. Sonderzeichen (ä,ö,ü,ß) sind nicht erlaubt.
Joliet wurde von Microsoft entwickelt und ist heute Standard auf allen Windows-PCs. Es erlaubt Dateinamen bis maximal 64 Zeichen und außerdem Sonderzeichen. Für Apple-Rechner heißt das Pendant dazu HFS.
Jüngste Entwicklung ist das UDF-Format, mit dem die Vorteile aller Datenformate vereint werden sollen. Die Technologie ist jedoch noch nicht vollständig ausgereift, erst wenige CD-Brenner beherrschen UDF.
Das Brennprogramm ist für eine Reihe weiterer Funktionen zuständig. Es entscheidet zum Beispiel darüber, ob bootfähige CDs erstellt werden können oder wie komfortabel Musik-CDs zusammengestellt werden können.
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